Auberlenstraße 13 / 70736 Fellbach

Thermisch unterstützte Ölphasenförderung - energiesparend und effizient

Steigerung der Förderung von Ölphase durch elektrische Heizelemente im Schluff und Lehm (THERIS®-Verfahren) auf dem Gelände der ehem. Schwelerei in Deuben.
reconsite - Ölphase thermisch mobilisiert, Kapillarsaum und Grundwasser gereinigt

Beschreibung

An der ehemaligen Schwelerei in Deuben gelangte in Folge der Verschwelung von Braunkohle Ölphase in den Boden und ins Grundwasser. Die Verunreinigung durch residuale und freie Ölphase (LNAPL) schließt Schadstoffe wie Benzol, Toluol (BTEX), Phenol und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) mit ein. Seit 1998 wurde mobile Ölphase konventionell abgeschöpft. Die Ölförderung war in den letzten Jahren konstant. Ein Ende der Ölförderung war aus den Förderdaten nicht  extrapolierbar. Einer der Förderbrunnen war in steifem Schluff und Lehm mit geringer Durchlässigkeit verfiltert. Das Öl stand bei etwa 8 m unter Gelände, das Grundwasser bei ca. 8,5 m u. GOK an. Die Förderrate an diesem Brunnen lag über Jahre konstant bei 20 Liter Öl pro Monat. Eine Oberflächenabdichtung befand sich unter der Rekultivierungsschicht.

Mit unserer thermisch unterstützten Ölphasenförderung (enhanced oil recovery (EOR)) wurde gezeigt, dass die Ölförderung deutlich gesteigert werden kann. Hierzu wurden im Umfeld eines bestehenden Ölförderbrunnens neun elektrisch betriebene  Heizelemente im Schluff u. Lehm eingebaut, um ein etwa 100 m² großes Feld zu erwärmen (THERIS®-Verfahren). Die Erwärmung bewirkte bei der Ölphase eine Verringerung der Viskosität und der Oberflächenspannung. Hierdurch verbesserte sich die Fließfähigkeit der mobilen Ölphase. Ferner wurde das residuale Rückhaltevermögen im Kapillarsaum und in der ungesättigten Zone erheblich reduziert.

Der Anteil mobiler Ölphase stieg an, während sich der Anteil immobiler Ölphase  verringerte. Die Ölförderung wurde durch die Erwärmung im Vergleich zur konventionellen Abschöpfung um mehr als das 6-fache auf über 120 Liter pro Monat gesteigert und mit unserer mobilen Umweltanalytik überwacht. Während des Heizbetriebs (EOR) wurden mehr als 430 Liter Öl in 4 Monaten aus den Schluff- und Lehmschichten gefördert. Auch nach drei Monaten Abkühlphase (Cooling) war die Ölförderung aufgrund der Restwärme im Untergrund immer noch um das 2,5-fache erhöht. Bei Umsetzung technischer Optimierungen wird bei einer großflächigen thermisch unterstützten Ölphasenförderung eine weitere Steigerung der Ölförderung ohne nennenswerten Mehraufwand möglich sein.
Der Energieverbrauch zum Heizen betrug nur das 3-Fache der konventionellen Ölförderung. Da die Steigerung der Ölförderung größer war als der zusätzliche Energiebedarf, kann eine thermisch unterstützte Ölförderung energiesparend gegenüber konventionellen Abschöpfungen sein.

Grundwassersanierung Eigenschaften Grundwassersanierung

Gutachterliche Leistungen: Monitoring

In-Situ-Verfahren: Bodenluftabsaugung, Phasenabschöpfung, Pump and Treat, Phasenförderung über Pumpsysteme

Fläche: 100 m²

Behandlungsverfahren: Aktivkohlefiltration, Fällung/Flockung

Schadstoffe: Benzin, Diesel, Heizöl (MKW)

sonstige Technische Bedingungen: Schlammspeicherung, Steuerungstechnik mit Fernzugriff, Datenspeicherung, Datenspeicherung online

Boden- und Gewässserschutz Eigenschaften Umwelttechnik

Aufgabenbereiche Boden- und Gewässerschutz: Altlasten

Erkundungsstufe: Detailuntersuchung, Sanierungsdokumentation

Erkundungsmethoden: Aufschlussbohrungen, Pumpversuche

Medien: Boden, Grundwasser

Schadstoffe: Benzin, Diesel, Heizöl (MKW)

Planungsstufe: Ausführungsplanung, Ausschreibung/ Vergabe, Beratung/ Vorplanung, Genehmigungsplanung

Bodensanierung-Schadstoffe Bodensanierungsarbeiten

Schadstoffe: Benzin, Diesel, Heizöl (MKW)

In-Situ-Verfahren Bodensanierungsarbeiten

In-Situ-Verfahren: Bodenluftabsaugung, Dual Phase Extraction, TUBA (Dampf-Luft-Injektion), Enhanced Oil Recovery (EOR)

Sanierungstiefe: 12 m

Fläche: 100 m²

Auftraggeber

Eine Firma der Grundwassersanierung-Branche aus Sachsen, Deutschland

Fotos

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